WeinIn unserem Weinberg erzeugen wir umweltschonend und mit viel Handarbeit hochwertige Weine.![]() Natürlich wollten wir zuerst auch unseren Wein ökologisch herstellen. Ökologisch oder nicht wird definiert in der "Verordnung (EWG) Nr. 2092/91 über den ökologischen Landbau". Nach dem Studium der Basisverordnung (46 Seiten), der Durchführungsverordnung (38 Seiten), sowie der Anhänge 1-14 (knapp 100 Seiten, alles feinstes Beamtendeutsch), neben dem "Gesetz zur Anpassung von Vorschriften auf dem Gebiet des ökologischen Landbaus", dem "Öko-Kennzeichengesetz" und der "Öko-Kennzeichenverordnung", dem "Weingesetz", der "Weinverordnung" und die "Wein Vergünstigungsverordnung" und bei der Überlegung, was muss auf Etikett (Verordnung (EG) Nr. 753/2002 der Kommission vom 29. April 2002 mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EG) Nr. 1493/1999 des Rates hinsichtlich der Beschreibung, der Bezeichnung, der Aufmachung und des Schutzes bestimmter Weinbauerzeugnisse [ Vgl. ändernde Rechtsakte ]) war die Verwirrung bei uns halbwegs komplett. Nach vielen Informationen und vielen Diskussionen mit Fachleuten stellten wir manche Aspekte des EU-ökologischen Weinbaus in Frage: warum sind beispielsweise gentechnisch veränderte Weinhefen legitim? Zwar standen diese bei uns nicht zur Diskussion, aber die Bekämpfung der Pilzkrankheit "falscher Mehltau" (Peronospera), einer, wie die Reblaus aus Amerika eingeschleppten Krankheit, wurden für uns im ökologischen Landbau zentral. Im ökologischen Weinbau nach Definition der EU wird der falsche Mehltau überwiegend mit Kupferpräparaten bekämpft. Kupfer ist ein Schwermetall, es baut sich in der Natur nicht ab. Bis zu 6kg Kupfer pro Hektar sind derzeit jährlich im ökologischen Landbau erlaubt, die Meinungen der Fachleute um diesen Punkt sind recht unterschiedlich, aber ein Verbot von Kupferpräparaten wird seit Jahren diskutiert. Kupfer schädiget die Bodenorganismen ungemein, Würmer können kaum überleben. Deshalb haben wir uns bei der Bekämpfung von "falschem Mehltau" entschieden, organische Bekämpfungsmittel zu nutzen, da diese unserer Meinung nach die Fauna des Weinbergs wesentlich weniger schaden und biologisch abbaubar sind. Aber damit ist unser Wein nach EU-Definition nicht mehr öko ... Unsere Weine sind trocken und kräftig und orientieren sich an französischen Weinen. |